Max

 

der dirigent

Der praktische Musiker möge die verborgenen Wirklichkeiten in der Musik wiederentdecken, also jene konkret-bildhaften Dinge finden und benennen, die möglicherweise einmal im Kopf des schöpferischen Komponisten lebendig waren. Die Musikanschauung des 18. Jahrhunderts empfahl das jedenfalls mit Nachdruck. Wenn ein Dirigent auf diese Weise fündig wird, besitzt er ein nützliches Handwerkszeug, um aus der dürren Chiffren-Sprache des Notenbildes einen lebendigen Klangkörper zu formen, der atmet und sich bewegt wie ein vitales Lebewesen. Erleichtert wird so der entscheidende Schritt, nicht nur bloße Töne wiederzugeben, sondern deren Bedeutung auszudrücken, also gleichsam den Sinngehalt der Töne verständlich werden zu lassen. Notenschrift chiffriert Bilder und psychische Vorgänge. Es gibt Wiedergaben, die nur die Chiffren vorführen, und es gibt Wiedergaben, die hörbar machen, welche Wirklichkeiten in den Chiffren verborgen sind.
Hermann Max

Der Dirigent Hermann Max begann seine Karriere mit dem barocken Oratorienrepertoire. Doch schnell hat Hermann Max auch ganz andere Genres der Musik mit seinem kritischen Ansatz bereichert. Das romantische Oratorium – eine terra incognita der heutigen Musiklandschaft – hat auch er mit Verve ins Bewusstsein zurückgeholt; ob es sich um die Bearbeitung von Werken Bachs und Händels durch Mendelssohn, Mozart und Schumann oder die unbekannten Meisterwerke von Ferdinand Ries, Andreas Romberg, Nepomuk Hummel, Antonio Zingarelli oder Max Bruch handelt. Seinen eigenen Ensembles – Rheinische Kantorei - Das Kleine Konzert – gilt dabei ebenso Aufmerksamkeit wie klassischen Sinfonieorchestern, mit denen Hermann Max gern arbeitet. Besonderes Augenmerk legt er darauf, kein Bewohner des Alte-Musik-Ghettos zu werden. Die Aufführung von neuer Musik wie Gil Shohats „Song of Songs“ spricht ebenso dafür wie die Uraufführung eines neuen Werkes von Bernd Franke, das 2010 auf dem Programm steht. Und mit Alessandro Melanis L’Europa oder Purcells King Arthur bewies Hermann Max zuletzt auf dem Grazer Festival styriarte seine Qualitäten als Operndirigent.

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